Hoch- oder Ultrahochfrequenz-RFID?
HF-Systeme arbeiten induktiv, also nur mit dem Magnetfeld. Dadurch ist die Reichweite auf ca. 150 cm beschränkt. Nach heutigen Standards definierte Antikollisions-Algorithmen erlauben es dem Leser, mehrere Transponder im Antennenfeld zu lesen. Die Richtwerte liegen bei einer Transaktionsleistung von 10 bis 20 Transpondern pro Sekunde.
Die Leistung eines RFID-Systems kann durch die Umgebung unmittelbar beeinflusst werden. Besonders störend kann sich ein stark metallisch geprägtes Umfeld auswirken. Direkt auf Metall aufgebrachte Transponder oder Leserantennen funktionieren nicht mehr. Dieser Effekt kann durch Abschirmungen, zum Beispiel Ferritfolien, reduziert werden. Alle sicherheitsrelevanten Anwendungen (Cash- Applikationen, Identitätsdokumente, etc.) basieren heutzutage auf der HF-Technologie. Der Datentransfer kann mit kryptologischen Verfahren und Passwörtern vor unerlaubtem Zugriff geschützt werden.
UHF-Systeme arbeiten mit dem elektromagnetischen Feld kombiniert mit dem Backscatter-Verfahren (moduliertes reflektiertes Feld). Damit lassen sich Reichweiten von 6 bis 7 m erreichen. Für UHF-Systeme sind ebenfalls Antikollisions-Algorithmen definiert. Dank der höheren Frequenz lassen sich bis zu 200 Transponder pro Sekunde im Antennenfeld erfassen.
Werden normale Transponder auf Metall aufgebracht, können sie nicht mehr gelesen werden. Es gibt jedoch spezielle «on-metal»-Transponder, die aufgrund ihrer Bauweise nur direkt auf Metall richtig funktionieren.
Die ersten grossen Anwendungen von UHF-RFID-Systemen wurden in der Detailhandelslogistik realisiert. Zunehmend sind UHF-Anwendungen auch in der Industrie zu finden.